+++ 18:38 Erster Landkreis ĂŒberschreitet 50er Inzidenz +++ đŸ’„đŸ‘©đŸ’„

Der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz hat nach dem zeitweise rasanten RĂŒckgang der Sieben-Tage-Inzidenz nun als erster Landkreis wieder den Grenzwert von 50 ĂŒberschritten. Konkret wird der Wert heute mit 50,6 angegeben. Gestern lag er noch bei 43,2. In der aktuell vom Unwetter gebeutelten Stadt Trier liegt die Inzidenz wieder ĂŒber 40.

+++ 18:13 Gericht billigt Ausgangssperre in Katalonien +++
Zur EindĂ€mmung der rasant steigenden Infektionszahlen fĂŒhrt der spanische Corona-Hotspot Katalonien eine nĂ€chtliche Ausgehsperre ein. Das katalanische Oberlandesgericht billigt einen Antrag der Regionalregierung in Barcelona. Die Maßnahme werde bereits in der Nacht auf Samstag in Barcelona und 160 weiteren Gemeinden mit besonders schlechter Lage in Kraft treten und zunĂ€chst fĂŒr eine Woche gelten, teilen die Behörden mit. Rund sechs Millionen der gut 7,5 Millionen Bewohner der beliebten Urlaubsregion im Nordosten Spaniens an der Grenze zu Frankreich dĂŒrfen ab sofort zwischen 1.00 und 6.00 Uhr morgens nur mit triftigem Grund auf die Straße gehen. Das gilt auch fĂŒr Touristen, die in den betroffenen Gemeinden untergebracht sind. Die Ausgehsperre gilt nur fĂŒr StĂ€dte mit mehr als 5000 Einwohnern und hohen Infektionszahlen. Die Maßnahme sei “hart, aber nötig”, sagt der regionale MinisterprĂ€sident Pere AragonĂšs. Er Ă€ußerte sich aber optimistisch: “Gemeinsam werden wir die Kurve des Covid-19 umkehren.” Vor Katalonien hatte bereits Valencia nĂ€chtliche AusgehbeschrĂ€nkungen beschlossen. Andere Regionen wie Kantabrien, Navarra und Extremadura haben Ă€hnliche PlĂ€ne. Auf den Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen und einer 7-Tage-Inzidenz von 156 werden die Rufe nach einem Ausgangsverbot immer lauter. Die Justiz der Kanaren erteilte dem Antrag der Regionalregierung eine Absage.

+++ 18:09 Söder: Bei STIKO arbeiten Ehrenamtler, bei der EMA Profis +++
Im Streit ĂŒber den Sinn von Kinderimpfungen gegen das Coronavirus wehrt sich die StĂ€ndige Impfkommission (STIKO) gegen die Kritik von Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder. Dieser hatte der Kommission kĂŒrzlich indirekt mangelnde Kompetenz vorgeworfen. “Die aktuellen Aussagen von Herrn Söder und anderen Politikern zur STIKO und zu deren Arbeit sind auch unter BerĂŒcksichtigung der Wahlkampfzeit ungewöhnlich und mĂŒssen korrigiert werden”, fordert die Kommission in einer Stellungnahme, die der “F.A.Z.” vorliegt. Söder, der auf möglichst rasche Kinderimpfungen dringt, hatte im Bayerischen Rundfunk betont, dass die STIKO eine Organisation ist, deren Mitglieder ehrenamtlich arbeiten. Die EuropĂ€ische Arzneimittelbehörde (EMA), die den Corona-Impfstoff fĂŒr Kinder ab zwölf Jahren zugelassen hat, “das sind die Profis”, so Söder. Dagegen verwahrt sich die Kommission nun. “Die STIKO ist ein unabhĂ€ngiges Expertengremium, dessen TĂ€tigkeit von den Mitarbeitern im Fachgebiet ImpfprĂ€vention des Robert Koch-Instituts (RKI) maßgeblich unterstĂŒtzt wird”, heißt es in der Stellungnahme. “Sie arbeitet entsprechend ihres gesetzlichen Auftrages transparent nach streng wissenschaftlichen Kriterien und ist dabei keinesfalls weniger, professionell als die EMA.” Einzelne STIKO-Mitglieder werden noch deutlicher. “Mit diesen Äußerungen hat Markus Söder ĂŒberzogen”, sagt RĂŒdiger von Kries der “F.A.Z.”. “Das Verhalten und diese Äußerungen sind nicht zu akzeptieren.”

+++ 17:45 Niederlande mit höchstem R-Wert in der Pandemie +++
In den Niederlanden breitet sich das Coronavirus durch die Deltavariante immer rasanter aus. Die Reproduktionszahl liegt inzwischen bei 2,91, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im MĂ€rz 2020, wie das zustĂ€ndige Amt fĂŒr Gesundheit und Umwelt RIVM in Den Haag mitteilt. Die Zahl bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte 291 weitere Personen anstecken und sich die Verbreitung des Virus zunehmend beschleunigt. Nach den jĂŒngsten Daten des RIVM sind inzwischen 66,9 Prozent aller Infektionen auf die Deltavariante zurĂŒckzufĂŒhren. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in 24 Stunden klettert auf 11.363. Angesichts einer Verschlechterung der Corona-Lage hat die niederlĂ€ndische Regierung bereits einen Teil der umfangreichen Lockerungen der Corona-BeschrĂ€nkungen zurĂŒckgenommen. Weiterhin lĂ€uft das öffentliche Leben aber grĂ¶ĂŸtenteils unbeeintrĂ€chtigt weiter. Gesundheitsminister Hugo de Jonge ruft die Bevölkerung auf, sich bei der RĂŒckkehr aus dem Urlaub testen zu lassen. Nur so lasse sich ein Verbreiten des Virus in Familien, Schulen und auf der Arbeit verhindern. Reisende auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol erhalten im Moment bei der Ankunft einen kostenlosen Selbsttest.

+++ 17:23 SĂŒdkorea verbietet schnelle Musik in Fitnessstudios +++
Besucher von Fitnessclubs in der sĂŒdkoreanischen Metropolregion Seoul mĂŒssen beim Gruppentraining auf das Lied “Gangnam Style” als Motivationshilfe vorerst verzichten. Der Welthit von 2012 des Rappers Psy fĂ€llt in die Kategorie zu temporeicher StĂŒcke, die seit dieser Woche aus GrĂŒnden des Corona-Infektionsschutzes bei bestimmten Trainingseinheiten nicht gespielt werden dĂŒrfen. Dies sei eine der Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, “statt die Studios zu schließen”, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Das Tempo eines Liedes darf demnach 120 Beats pro Minute (bpm) nicht ĂŒbersteigen. Betroffen sind alle Clubs in der Hauptstadt und die umliegende Region, die Fitnesstraining wie etwa Aerobic und Indoor-Cycling in Gruppen anbieten. Nach Angaben der Behörden soll die BeschrĂ€nkung auf unter 120 bpm das Risiko verringern, dass Viren ĂŒbertragen werden, wenn sich etwa zu stark Schweißperlen verteilen. SĂŒdkorea hatte die KontaktbeschrĂ€nkungen am vergangenen Montag fĂŒr den Großraum Seoul fĂŒr zunĂ€chst zwei Wochen verschĂ€rft, weil die Zahl der tĂ€glich erfassten Neu-Infektionen ungebremst zunahm. Demnach mĂŒssen unter anderem Bars und Nachtclubs schließen. Eine andere Regelung schreibt vor, das Tempo von LaufbĂ€ndern auf sechs Stundenkilometer zu drosseln. Vermutlich sei dies so gedacht, weil die Benutzer bei dieser langsamen Laufgeschwindigkeit noch Schutzmasken tragen könnten, sagt die Mitarbeiterin eines Hotel-Fitnessclubs in Seoul. Bei einem Verstoß gegen die Regeln drohe Besuchern ein Bußgeld von 100.000 Won (74 Euro).

+++ 16:53 Spahn: Impfungen machen im Herbst einen Unterschied +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn macht mögliche neue Corona-EinschrĂ€nkungen im Herbst und Winter vom Fortschritt bei den Impfungen abhĂ€ngig. “Wir entscheiden jetzt darĂŒber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne”, sagt Spahn ntv. “Jeder Einzelne entscheidet das.” Bei einer Impfquote von mehr als 70 Prozent wĂŒrden wahrscheinlich nur “Basismaßnahmen” wie Abstand und Masken gebraucht. Spahn hebt zudem hervor, es werde “auf jeden Fall” einen Unterschied machen, ob jemand geimpft sei oder nicht. “Jemand, der geimpft ist, den können wir nicht und mĂŒssen wir auch nicht mit den gleichen BeschrĂ€nkungen belegen, wie jemand, der nicht geimpft ist”, so der Minister. Insofern sei auch “sehr klar, dass die Impfung ganz sicher auch fĂŒr Herbst und Winter fĂŒr jeden einen Unterschied macht”.

+++ 16:29 Bangladesch impft geflĂŒchtete Rohingya +++
Bangladesch will erstmals auch FlĂŒchtlinge der muslimischen Rohingya-Minderheit aus dem benachbarten Myanmar gegen Corona impfen lassen. Ab August sollen zunĂ€chst rund 50.000 der ĂŒber 55 Jahre alten FlĂŒchtlinge Impfungen erhalten, sagt der Chef der fĂŒr FlĂŒchtlinge zustĂ€ndigen Behörde, Shah Rezwan Hayat. In ĂŒberfĂŒllten Camps im sĂŒdasiatischen Bangladesch leben mehr als eine Million muslimische Rohingya aus dem mehrheitlich buddhistischen Nachbarland Myanmar. Gerade durchlebt Bangladesch eine heftige Corona-Welle, und auch in den FlĂŒchtlingslagern nehmen die FĂ€lle zu. Bislang sind in dem Land mit 160 Millionen Einwohnern etwas mehr als eine Million Dosen verimpft worden. Hunderttausende Rohingya waren 2017 aus Furcht vor brutalen Übergriffen des MilitĂ€rs in ihrem Heimatland Myanmar nach Bangladesch geflĂŒchtet. Dort leben sie nun in Lagern. Die Vereinten Nationen stufen die Verfolgung der Menschen in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord ein. Das MilitĂ€r des sĂŒdostasiatischen Landes steht wegen der Verfolgung international in der Kritik.

+++ 16:05 Landwirt wirbt mit Maisfeldlabyrinth fĂŒrs Impfen +++
Ein Mann mit einer Spritze im Arm, ReagenzglĂ€schen und ein Mikroskop: Mit der Silhouette einer Corona-Impfaktion eröffnet ein Selmer Landwirt im MĂŒnsterland sein Maislabyrinth. Benedikt LĂŒnemann macht sich mit dem eingefrĂ€sten Motiv auf dem insgesamt 25.000 Quadratmeter großen Maisfeld fĂŒr das Impfen und die Forschung stark: “Ich wollte auch Werbung machen. Das ist ein wichtiges aktuelles Thema in diesem Jahr”, sagt der Landwirt. Schon seit ĂŒber zehn Jahren ist das Labyrinth mit einer StreckenlĂ€nge von rund 2,1 Kilometern auf dem Hof LĂŒnemann mit jĂ€hrlich wechselnden Motiven Programm: 2020 stand etwa das Thema “Europa” im Fokus, 2019 mĂ€hte LĂŒnemann die Umrisse Greta Thunbergs in das riesige Feld. Es ist vom 16. Juli bis Ende Oktober geöffnet.

Landwirt im MĂŒnsterland wirbt mit Maisfeldlabyrinth fĂŒrs Impfen.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 15:40 Auch Ungarn fĂŒhrt Impfpflicht im Gesundheitswesen ein +++
Wie mehrere andere EU-LĂ€nder will auch Ungarn eine Impfpflicht fĂŒr Mitarbeiter des Gesundheitswesens einfĂŒhren. Das kĂŒndigt der ungarische MinisterprĂ€sident Viktor Orban in einem Radiointerview an. “Wir sind nicht fĂŒr Zwang, aber in einem Bereich machen wir eine Ausnahme, die Impfung wird fĂŒr Mitarbeiter des Gesundheitswesens obligatorisch sein”, sagt er. Ab wann die Maßnahme in Kraft treten soll, sagt der Regierungschef nicht. Seit Juni hat sich das Tempo der Impfkampagne gegen das Coronavirus in Ungarn deutlich verlangsamt. Um die Impfungen fĂŒr Senioren leichter zugĂ€nglich zu machen, sollen kĂŒnftig mobile Impfteams in die Wohnungen Ă€lterer Menschen kommen und ihnen dort eine Impfung anbieten. In Frankreich mĂŒssen sich alle Mitarbeiter von KrankenhĂ€usern, Alten- oder Pflegeheimen spĂ€testens bis zum 15. September impfen lassen. Auch Griechenland hat eine Impfpflicht fĂŒr Mitarbeiter in Altenheimen und im Gesundheitsbereich angekĂŒndigt. In Italien sind Ärzte und anderes medizinisches Personal bereits seit dem 25. Mai zur Immunisierung verpflichtet.

+++ 15:17 Ramelow will Corona-Maßnahmen ab Herbst lockern +++
ThĂŒringens MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow fordert, im Herbst restliche Coronamaßnahmen abzuschaffen. “In nĂ€chster Zeit kann jeder, der es will, geimpft sein”, sagt Ramelow in der aktuellen Ausgabe des “Spiegel”. “Wir sollten im Herbst zu einer NormalitĂ€t zurĂŒckkehren – auch unter der Erkenntnis von Varianten, die sich aggressiver verbreiten.” Aus der Opposition werden derweil Rufe laut, die Impfkampagne zu verbessern. “Wir brauchen eine groß angelegte AufklĂ€rungs- und Werbeoffensive fĂŒr die Impfung, am besten mit Prominenten aus Kunst, Sport und Gesellschaft”, sagt Michael Theurer, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. GrĂŒnenfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verlangt, “attraktive Impfmöglichkeiten jetzt so nah wie möglich an den Lebensalltag der Menschen” zu bringen. Es werde immer noch zu wenig geworben, ĂŒber einfach zugĂ€ngliche Impfangebote informiert oder ĂŒber Impfmythen aufgeklĂ€rt. “Das Impfen in der FußgĂ€ngerzone, vor dem Supermarkt oder vor der Uni darf nicht Ausnahme und Einzelprojekt sein.”

+++ 14:50 Österreich beschrĂ€nkt Zugang zu Nachtlokalen +++
Angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus gerade unter jungen Menschen wird in Österreich der Zutritt zu Nachtlokalen beschrĂ€nkt. Wer spĂ€t ausgehen will, muss ab 22. Juli beim Betreten einen negativen PCR-Test vorlegen oder seine Impfung nachweisen. Ein Antigen-Test reicht nicht. Darauf verstĂ€ndigt sich die Regierung. Entgegen ursprĂŒnglichen Planungen bleibe es bei der Registrierungspflicht bei Veranstaltungen und in der Gastronomie. Am Freitag steigt nach Angaben des Innenministeriums die Zahl der Neuinfektionen auf 341. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich – vor kurzem noch einstellig – liegt nun bei etwa 17. Die Sorge vor einer Verbreitung des Virus durch Großveranstaltungen ist auch der Grund fĂŒr die Absage des fĂŒr Ende August geplanten Frequency Festivals in St. Pölten. Das mehrtĂ€gige Festival besuchten zuletzt etwa 150.000 Fans.

+++ 14:27 Bundespolizei findet 69 gefÀlschte Dokumente bei Eingereisten +++
Die Bundespolizei hat innerhalb von knapp zwei Monaten bundesweit 69 gefĂ€lschte Dokumente entdeckt, die Eingereiste nutzten. Das geht aus Daten der Behörde hervor; sie wurden seit dem 13. Mai im Rahmen eines Sondermeldedienstes erhoben. In der Statistik lagen Bayern, Hessen sowie Berlin vorn. Die Bundespolizei unterscheidet dabei nicht zwischen Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen. Es geht um UrkundenfĂ€lschungen von Nachweisen im Sinne der Corona-Einreiseverordnung. “Die eingesetzten KrĂ€fte sind diesbezĂŒglich sensibilisiert und verfĂŒgen ĂŒber entsprechende Kenntnisse zum Erkennen von FĂ€lschungen”, heißt es bei der Bundespolizei. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer bei solchen Delikten aus. Laut der Bundespolizei flog das Gros der FĂ€lschungen innerhalb des ersten Monats der Erhebung auf.

+++ 13:38 Betrug mit Corona-Testzentren: Mehrere VerdÀchtige verhaftet +++
Weil sie bei der Abrechnung von Coronatests betrogen haben sollen, sind der GeschĂ€ftsfĂŒhrer sowie ein weiterer Verantwortlicher einer Betreibergesellschaft verhaftet worden. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und das PolizeiprĂ€sidium Nordhessen gemeinsam mitteilten. Ermittelt wird demnach gegen mehrere Verantwortliche von in Hessen, Niedersachsen und Sachsen betriebenen Corona-Testzentren. Sie stehen unter Verdacht des gewerbsmĂ€ĂŸigen bandenmĂ€ĂŸigen Betrugs an Standorten in Kassel, Braunschweig, Hannover und Leipzig. Im Einzelnen wird den Beschuldigten den Angaben zufolge vorgeworfen, in den Monaten April und Mai 2021 fĂŒr ein Coronatestzentrum in Kassel Leistungen in Höhe von ĂŒber einer Million Euro gegenĂŒber der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Hessen zu Unrecht abgerechnet zu haben.

+++ 13:30 Redezeit – der Wahl-Podcast: Wie beeinflussen Impftempo und Inzidenz-Streit den Kampf ums Kanzleramt? +++
Jeden Freitag analysieren RTL-Chefreporterin Franca Lehfeldt und Kult-Journalist Heiner Bremer in ihrem Podcast “Redezeit” den Kampf ums Kanzleramt. Die Themen der neuen Folge unter anderem: das immer langsamer werdende Impftempo und die Abkehr vom Inzidenzwert als das Maß aller Dinge.

+++ 13:14 Niederlande, Griechenland und Teile DĂ€nemarks ab Sonntag Risikogebiet +++
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile DĂ€nemarks als Risikogebiete ein. Das gab das Robert-Koch-Institut bekannt. Das bedeutet, dass das AuswĂ€rtige Amt von touristischen Reisen in diese LĂ€nder und Regionen abrĂ€t. FĂŒr die Niederlande und die dĂ€nische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen. Mit Griechenland und der Niederlande werden zwei weitere beliebte UrlaubslĂ€nder der Deutschen auf die Risikoliste gesetzt.

+++ 13:08 ECDC fĂŒrchtet VerfĂŒnffachung der Inzidenz in Europa – binnen weniger Wochen +++
Die EU-KrankheitsbekĂ€mpfungsbehörde rechnet mit einem erneuten starken Anstieg der Corona-InfektionsfĂ€lle in Europa in den nĂ€chsten Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut den Prognosen des EuropĂ€ischen Zentrums fĂŒr die PrĂ€vention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis Anfang August fast verfĂŒnffachen. Ursache seien die hochansteckende Delta-Variante sowie die Lockerungen von Corona-BeschrĂ€nkungen in vielen LĂ€ndern. Die Prognosen der EU-Behörde beziehen sich auf das Gebiet der EU, Norwegens und Islands. Das ECDC erwartet demnach fĂŒr die am 1. August endende Woche eine Sieben-Tage-Inzidenz von 420 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

+++ 12:40 Pandemie-Lage: Erste Regionen nÀhern sich der 50er-Inzidenz +++

+++ 12:06 Impftempo in Deutschland lÀsst weiter nach: 600.000 im Tagesschnitt +++
Von Pop-up-Impfaktionen unbeeindruckt lĂ€sst das Impftempo in Deutschland weiter nach. Aktuell werden im Wochenschnitt pro Tag nur etwas mehr als 600.000 Impfdosen verabreicht. Die Impfquote bei den Erstimpfungen klettert von 59,2 Prozent am Vortag auf 59,5 Prozent – das ist ein minimal grĂ¶ĂŸerer Schritt als in den Tagen davor, an denen der Unterschied immer nur 0,2 Prozentpunkte betragen hat. 45,3 Prozent sind jetzt komplett geimpft (Vortag: 44,6%). Mehr als 33 Millionen BundesbĂŒrger haben sich noch gar nicht impfen lassen (können).

+++ 11:14 Negativ getestet, aber infiziert: Spanien-RĂŒckkehrer bringt Dutzende in QuarantĂ€ne +++
Wegen eines zwar negativ getesteten, aber corona-infizierten ReiserĂŒckkehrers aus Spanien mĂŒssen rund 130 Besucher zweier Lokale in Hamburg in QuarantĂ€ne. Der Mann habe nach Ende seines Urlaubs am vergangenen Samstag zwei Bars auf der Langen Reihe besucht, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Freitag. Er war zwar nach Ende der Reise negativ getestet worden, hatte sich aber offensichtlich im Urlaub infiziert. “Wir mĂŒssen aufgrund der Reiseanamnese davon ausgehen, dass die Delta-Variante des Coronavirus vorliegt. Eine Sequenzierung wird durchgefĂŒhrt”, so der Sprecher. Ergebnisse lĂ€gen aber noch nicht vor.

+++ 10:36 Japan will Olympioniken Starts auch nach Infizierten-Kontakt erlauben ++
Japan will Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio nach Medienberichten auch dann die Starterlaubnis geben, wenn sie engen Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, sofern sie kurz vorher negativ auf das Virus getestet werden. Wie japanische Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, planten die Regierung und die Olympia-Organisatoren zu diesem Zweck PCR-Tests bei betroffenen Athleten rund sechs Stunden vor dem Start bei WettkÀmpfen.

+++ 09:49 Infizierter Mallorca-RĂŒckkehrer in Disco: 1100 Kontakte, nicht alle ermittelt +++
Nach dem Discobesuch einer mit Corona infizierten Person im niedersĂ€chsischen Georgsheil hat das Gesundheitsamt nicht alle Kontakte ermitteln können. Die Verwaltung bitte daher alle GĂ€ste, die die Disco “Galaxy” am vergangenen Samstag (10. Juli) besuchten, auf Symptome zu achten, wie der Landkreis mitteilte. Sollten noch Krankheitsanzeichen auftreten, werden sie gebeten, das Gesundheitsamt zu kontaktieren. Nach einem Bericht der “Ostfriesen-Zeitung” sind rund 1100 Kontaktpersonen möglich. Dem Bericht zufolge soll es sich bei der erkrankten Person um einen Mann handeln, der zuvor Urlaub auf Mallorca gemacht hatte.

+++ 09:07 Johnson-Berater fĂŒrchtet “beĂ€ngstigendes Niveau” neuer Krankenhaus-Einweisungen ++
Wenige Tage vor dem Ende fast aller Corona-Regeln in England werden die Warnungen vor den Folgen lauter. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen könne innerhalb weniger Wochen ein “ziemlich beĂ€ngstigendes” Niveau erreichen, sagte der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty. “Wir sollten nicht unterschĂ€tzen, dass wir ĂŒberraschend schnell wieder in Schwierigkeiten geraten könnten.” Auch wegen des Impfprogramms stehe Großbritannien zwar gut da. Aber: “Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus”, sagte Whitty bei einem Webinar des Londoner Science Museum.

+++ 08:25 Israel bereitet WiedereinfĂŒhrung von Corona-Maßnahmen vor +++
Israel bereitet wegen steigender Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus erneut EinschrĂ€nkungen des öffentlichen Lebens vor. Lediglich vollstĂ€ndig Geimpfte sowie von der Krankheit Genesene sollen kĂŒnftig an grĂ¶ĂŸeren Veranstaltungen teilnehmen dĂŒrfen, wie MinisterprĂ€sident, Gesundheitsminister und Wirtschaftsminister am Donnerstag gemeinsam vorschlugen. Demnach wĂŒrde auch fĂŒr diese Gruppen bei vielen Gelegenheiten Maskenpflicht gelten. Die gesamte Regierung muss den VorschlĂ€gen noch zustimmen.

+++ 07:28 IOC-Chef Bach will wenn möglich doch wieder Zuschauer bei Olympia +++
Der PrĂ€sident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, hat nach Medienberichten die japanische Regierung gebeten, den Zuschauerausschluss bei den Olympischen Spielen im Falle einer Verbesserung der Corona-Infektionslage zu ĂŒberdenken. Wie japanische Medien unter Berufung auf nicht genannte Regierungskreise berichteten, habe Bach den Wunsch nach Zuschauern bei seinem kĂŒrzlichen Treffen mit MinisterprĂ€sident Yoshihide Suga geĂ€ußert. Erst eine Woche zuvor hatten die Regierung und Japans Organisatoren entschieden, Zuschauer von nahezu allen WettkĂ€mpfen wĂ€hrend der Olympischen Sommerspiele auszuschließen. Suga soll Bach erwidert haben, dass die Regierung gemeinsam mit den Organisatoren und dem IOC sowie dem Paralympischen Komitee die Zuschauer-Angelegenheit wie vereinbart ĂŒberprĂŒfen werde, sofern es eine deutliche VerĂ€nderung der Infektionslage gebe, hieß es weiter.

+++ 06:51 DOSB-Virologin: Olympisches Dorf sicherer als “jedes Studentenwohnheim” +++
Die Virologin des Deutschen Olympischen Sportbundes erwartet, dass die Ängste und BefĂŒrchtungen vor den Corona-Gefahren vor den Sommerspielen in Tokio unbegrĂŒndet sind. Die Wissenschaftlerin BĂ€rbel GĂ€rtner aus dem Saarland ist zuversichtlich, dass das Sportgroßereignis ohne schwere Folgen ĂŒber die BĂŒhne gehen wird. “Ja. Davon gehe ich absolut aus”, sagte sie im Interview. Überzeugt ist sie auch, dass die deutschen Olympia-Athleten gut vorbereitet an den Start gehen, die Spiele trotz Corona-Gefahren gesundheitlich gut ĂŒberstehen. “Man hat alles getan, was man konnte. DafĂŒr sind wir als Deutsche bekannt, in diesen Dingen sehr grĂŒndlich zu sein”, meinte GĂ€rtner. Mehr als 90 Prozent der 438 nominierten Sportler des DOSB reisen nach ihren Angaben geimpft nach Japan. Auch das Olympische Dorf, in dem wĂ€hrend der Spiele rund 11.000 Athleten wohnen werden und nach strikten Corona-Regeln leben mĂŒssen, ist fĂŒr GĂ€rtner kein gefĂ€hrlicher Ort. “FĂŒr mich ist es einer der am besten ĂŒberwachten Bereiche, die wir weltweit haben werden”, sagte sie. “Da ist jedes Studentenwohnheim kritischer.”

+++ 06:07 Paris öffnet den Eiffelturm wieder fĂŒr Besucher +++
Der Eiffelturm in Paris öffnet nach monatelanger Corona-Pause wieder fĂŒr Besucherinnen und Besucher. Online waren die Tickets fĂŒr den heutigen Tag der Wiedereröffnung bereits im Vorhinein ausverkauft. Das Pariser Wahrzeichen war wegen der Corona-Krise knapp ein Dreivierteljahr geschlossen. Schon im vergangenen FrĂŒhjahr hatte es wegen der Pandemie zeitweise schließen mĂŒssen. FĂŒr den Besuch des Eiffelturms gelten nun erst einmal Maskenpflicht und Abstand halten. Ab dem 21. Juli mĂŒssen Erwachsene dann einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen. Von dem Tag an gilt in Frankreich eine Ausweitung der Testpflicht. Kinder und Jugendliche sind davon aber vorerst ausgenommen.

+++ 05:23 Slowakei bedankt sich bei Taiwan mit Impfstoff +++
Die Slowakei spendet 10.000 Dosen Impfstoff an Taiwan. Das mitteleuropĂ€ische Land unterstĂŒtzt damit Taiwan als Dankeschön fĂŒr Hilfe, die Taiwan im vergangenen Jahr geleistet hatte. Unter dem Motto “Taiwan kann helfen, Taiwan hilft” hatte die Insel seit Beginn der Pandemie Millionen von Gesichtsmasken an die ganze Welt gespendet, darunter nicht nur die Slowakei und weitere europĂ€ische LĂ€nder, sondern auch USA und Asien.

+++ 04:56 Zwei Drittel gegen Urlaub in Corona-Risikogebieten +++
Zwei Drittel der Deutschen halten es nicht fĂŒr vertretbar, in einer von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuften Region wie beispielsweise Spanien Urlaub zu machen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov lehnten 67 Prozent touristische Reisen in solche Gebiete ab. Nur 25 Prozent sagten, dass sie Urlaub in Risikogebieten fĂŒr vertretbar halten. 8 Prozent machten keine Angaben.

+++ 04:22 Inzidenz steigt auf 8,6 – 1456 Neuinfektionen +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 8,6 – am Vortag betrug der Wert 8,0 und davor 7,1. Beim jĂŒngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die GesundheitsĂ€mter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1456 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.04 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 949 Ansteckungen gelegen.

+++ 03:58 Maskenpflicht wird in L.A. wieder eingefĂŒhrt +++
Erst vor einem Monat feierten Los Angeles und der Rest von Kalifornien eine lang erwartete Wiedereröffnung – praktisch alle EinschrĂ€nkungen im öffentlichen Raum wurden aufgehoben, einschließlich der Maskenpflicht. Nun steigen die Zahlen auch dort wieder rasant an. Die Maskenpflicht wird also wieder eingefĂŒhrt, egal ob geimpft oder nicht.

+++ 03:11 WHO-Chef rÀumt ein: Laborthese voreilig abgeschrieben +++
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hĂ€lt die Laborthese fĂŒr möglich. Er rĂ€umt ein, die These voreilig abgeschrieben zu haben. Er bat China um mehr Transparenz bei der Suche nach den UrsprĂŒngen des Coronavirus. “Wir schulden es den Millionen Menschen, die gelitten haben und den Millionen Toten, zu wissen, was passiert ist.” Heute will Tedros die WHO-Mitgliedstaaten ĂŒber einen Vorschlag zu einer zweiten Phase der Untersuchungen informieren.

+++ 02:05 Bayerns Gesundheitsminister will eine Bundesgesundheitsbehörde einrichten +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hĂ€lt die GrĂŒndung einer Bundesgesundheitsbehörde fĂŒr ĂŒberlegenswert. Der “Ärzte Zeitung” sagte er: “Wir sollten nach der Pandemie ernsthaft ĂŒberlegen, ob wir nicht ein nationales Institut brĂ€uchten, in dem wir unsere Public-Health-Kompetenzen bĂŒndeln.” Holetschek ist turnusgemĂ€ĂŸ Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz. Auch fĂŒr die StĂ€ndige Impfkommission sieht er Reformbedarf. “Die Stiko-Mitglieder sind alle ehrenamtlich tĂ€tig. Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Die UnabhĂ€ngigkeit der Wissenschaft ist wirklich wichtig. Aber wir könnten den Kommissionsmitgliedern eine Struktur zur Seite stellen, die sie in ihrem Ehrenamt professionell unterstĂŒtzt.”

+++ 00:59 Biden will EinreisebeschrĂ€nkungen fĂŒr EuropĂ€er ĂŒberprĂŒfen +++
US-PrĂ€sident Joe Biden hat zugesagt, dass seine Regierung die bestehenden Corona-EinreisebeschrĂ€nkungen fĂŒr EuropĂ€er aus dem Schengen-Raum ĂŒberprĂŒfen wird. Er rechne mit einer Antwort der Covid-Experten in den kommenden Tagen, sagt Biden. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt, sie habe das Thema in dem gemeinsamen GesprĂ€ch angesprochen. “Ich vertraue auf das amerikanische Covid-Team”, fĂŒgt sie hinzu. Seit Tagen laufen Wirtschaft und Politik in Deutschland Sturm gegen die US-Einreise-BeschrĂ€nkungen. US-Amerikaner dĂŒrfen bereits wieder in den Schengen-Raum einreisen.

+++ 23:51 Spiel zwischen Yankees und Red Sox wegen mehrerer Corona-FĂ€lle abgesagt +++
Ein Spiel in der Major League Baseball zwischen den New York Yankees und den Boston Red Sox ist wegen mehrerer Corona-FĂ€lle bei den New Yorkern verschoben worden. Die Major League Baseball teilte mit, dass die Verschiebung dazu diente, weitere Tests und Kontaktverfolgung zu ermöglichen. Die Yankees setzten Nestor Cortes und Wandy Peralta auf die Covid-19-Verletztenliste. New York gehörte zu den ersten Teams der Major League, die die 85-prozentige Impfschwelle erreicht hatten, um Coronavirus-Protokolle wie den Verzicht auf den Gebrauch von Masken in UnterstĂ€nden und Bullpens zu erleichtern. Die New Yorker Spieler befanden sich etwa dreieinhalb Stunden vor dem geplanten Spielbeginn auf dem Feld und absolvierten ein Schlagtraining, ehe das Team die Corona-Tests durchfĂŒhrte. Als Boston sein Schlagtraining absolvierte, wurde die Verschiebung bekanntgegeben.

+++ 22:33 US-Regierung: Facebook muss mehr gegen Falschinfos ĂŒber Corona tun +++
Soziale Netzwerke wie Facebook mĂŒssen nach Ansicht der US-Regierung mehr gegen Falschinformationen im Zusammenhang mit Corona und der Impfung gegen das Virus tun. Facebook mĂŒsse schneller BeitrĂ€ge entfernen, die gegen die Richtlinien verstießen und falsch seien, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Einige BeitrĂ€ge wĂŒrden tagelang online bleiben. “Das ist zu lange, Informationen verbreiten sich zu schnell”, so Psaki. Auch in den USA sind die Corona-Zahlen zuletzt wieder angestiegen. Gleichzeitig stockt der Impffortschritt im Land.

+++ 22:00 Slowakei beharrt auf QuarantĂ€nepflicht fĂŒr Ungeimpfte +++
Ungeachtet einer Entscheidung des Verfassungsgerichts kĂŒndigt die slowakische Regierung an, an ihren strengen QuarantĂ€ne-Vorschriften fĂŒr nicht geimpfte Einreisende festzuhalten. So kontrolliert die Polizei erneut an allen GrenzĂŒbergĂ€ngen Impfnachweise. Nur wer gegen Covid-19 geimpft ist, darf einreisen, ohne eine 14-tĂ€gige QuarantĂ€ne antreten zu mĂŒssen. Sozialdemokratische Oppositionspolitiker hatten dies als versteckten Impfzwang kritisiert und das Verfassungsgericht angerufen. Dieses setzte daraufhin die seit 9. Juli geltende VerschĂ€rfung der Einreisebestimmungen des EU-Landes vorlĂ€ufig außer Kraft.

+++ 21:36 Testpflicht fĂŒr Tourismus-FachkrĂ€fte auf griechischen Urlaubsinseln +++
FĂŒr ungeimpfte Mitarbeiter in Restaurants und Tourismus-FachkrĂ€fte auf einigen griechischen Urlaubsinseln besteht demnĂ€chst Corona-Testpflicht. Nach einem Anstieg von Neuinfektionen wegen der ansteckenden Delta-Variante solle das Personal regelmĂ€ĂŸig getestet werden, teilt der zustĂ€ndige Minister mit. Die Tests seien ab Samstag zwei Mal wöchentlich vorgesehen.

+++ 21:12 Erstes Bundesland im Osten Deutschlands wieder mit zweistelliger Inzidenz +++
In allen BundeslĂ€ndern – außer Mecklenburg-Vorpommern – steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an, wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht. Auch im Osten der Bundesrepublik muss das erste Bundesland wieder eine zweistellige Inzidenz melden: In Berlin wurden in den letzten sieben Tagen 11,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner erfasst. Gestern lag dieser Wert noch bei 9,2. Damit haben neben Berlin auch die beiden anderen Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie die BundeslĂ€nder Hessen und Rheinland-Pfalz wieder zweistellige Sieben-Tage-Inzidenzen.

+++ 21:03 Erneut fast 30.000 Neuinfektionen in Spanien an einem Tag +++
In Spanien verzeichnen die Behörden 27.688 Neuinfektionen binnen eines Tages. Am Mittwoch waren es 26.390 nach fast 44.000 am Dienstag. Vor allem jĂŒngere Menschen, die nicht geimpft sind, stecken sich dem Gesundheitsministerium zufolge an. Heute werden 41 TodesfĂ€lle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet nach zehn am Vortag. Insgesamt starben bislang 81.084 Menschen mit oder an dem Coronavirus.

+++ 20:32 Tote-Hosen-SĂ€nger Campino plĂ€diert fĂŒr baldige RĂŒckkehr zu Großveranstaltungen +++
Der Tote-Hosen-Frontmann Campino plĂ€diert mit Blick auf das Coronavirus dafĂŒr, in absehbarer Zeit wieder Großveranstaltungen zuzulassen. “Ich bin der Meinung, wir mĂŒssen lernen, mit diesem Virus zu leben”, sagte der 59-JĂ€hrige der “Rheinischen Post”. “Wenn wir irgendwann ein vernĂŒnftiges VerhĂ€ltnis von geimpften Menschen zur Restbevölkerung haben, dann wird es auch Zeit, dass man solche Veranstaltungen wieder zulĂ€sst.” Campino, der mit bĂŒrgerlichem Namen Andreas Frege heißt, ergĂ€nzte: “Soziale Kontakte sind Teil unserer DNA – wir brauchen Volksfeste und Kirmes genauso wie große Trauer- und Siegesfeiern.” Menschen hĂ€tten “ein grundsĂ€tzliches BedĂŒrfnis nach körperlicher NĂ€he”.

+++ 20:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1490 neue FĂ€lle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.740.824 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1490 neue FĂ€lle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 529 FĂ€lle ĂŒber dem Niveau von Donnerstag vor einer Woche (961 Neuinfektionen). Das entspricht einem deutlichen Anstieg um 55 Prozent, der Ă€hnlich hoch ist wie gestern.

Die Zahl der neu registrierten TodesfÀlle nimmt im Wochenvergleich dagegen leicht ab: Es werden heute 31 neue Tote gemeldet, letzten Donnerstag waren es 43 Tote. Insgesamt starben in Deutschland bereits 91.323 in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Als aktuell infiziert gelten rund 12.400 Personen.

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 396 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 254 davon werden beatmet. Rund 4420 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

+++ 18:38 Erster Landkreis ĂŒberschreitet 50er Inzidenz +++

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